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Die letzte Eintragung datiert vom 27.02.2015
Das Bild von Carl Weidemeyer wurde von Paolo Fumagalli aufgenommen.
Mitteilung
Der Stiftung Carl Weidemeyer steht die traurige Pflicht zu, den Tod seines ehemaligen Präsidenten und Gründungsmitglieds Dr. Wolfgang Oppenheimer (1924-2014) bekannt zu geben. Die Trauerrede von Architekt Guido Tallone, die er anlässlich der Beerdigung in Ascona am 11. April 2014 im Namen der Stiftung Carl Weidemeyer gehalten hat, wollen wir hier wiedergeben.
Besuch auf der Baustelle vom Teatro San Materno am 9. Mai 2009. Von links, Dr. Wolfgang Oppenheimer mit Ursula Oppenheimer, Anwalt Efrem Beretta (1934-2012) und Architekt Guido Tallone.
Die Worte von Guido Tallone anlässlich der Trauerfeier zu Ehren von
Dr. Wolfgang Oppenheimer (vom Italienischen übersetzt)
Im Namen der Stiftung Carl Weidemeyer, möchte ich unserer Dankbarkeit Ausdruck geben gegenüber Herrn Doktor Wolfgang Oppenheimer und seiner Gemahlin, Frau Ursula Oppenheimer, die vor achtzehn Jahren diese Institution gewollt und finanziert haben, mit dem Ziel, das Werk des Architekten Carl Weidemeyer aufzuwerten und bekannt zu machen, wie zum Beispiel das Teatro San Materno von Ascona, das er in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre erbaute.

Dies war das erste Gebäude, das er in unserer Region schuf, und eines der ersten auf Tessiner Gebiet, bei welchem die Theorien und Bauweisen der Modernen Architektur angewandt wurden.

Als die Familie Oppenheimer anfangs der dreissiger Jahre aus Deutschland nach Ascona kam, stand das Teatro bereits – Carl Weidemeyer war aber schon in Deutschland ein Bekannter der Familie.

So kam es, dass dieselbe Hand, die das Teatro entworfen hatte, dann auch die Villa Chiara in der Via Collinetta 73 in Ascona zeichnete. Dieses prächtige Wohnhaus ist noch heute hochaktuell, lebendig und vollständig erhalten. Seine perfekten Räumlichkeiten stehen offen für die willkommenen Gäste. Wir Mitglieder des Stiftungsrats halten zum Beispiel unsere Sitzungen dort ab, bei denen wir unter anderem entscheiden, welche Projekte wir unterstützen sollten.

Wolfgang Oppenheimer hat diese Räume intensiv und mit grösster Freude erlebt. Dieser Gedanke ist für uns Architekten, die im Stiftungsrat sitzen – Paolo Kaehr, Roman Hollenstein und mir – höchsterfreulich. Es ist ein sicheres Zeichen, dass Carl Weidemeyer beim planen an die Menschen dachte, die darin wohnen und arbeiten werden, und dabei eine Architektur schuf, in der Intimität und Natur sich in perfekter Symbiose gegenseitig ergänzen.

In diesem Hinblick wird klar, wie jemand der Jahrzehntelang in einem so schönen Ambiente gelebt hat und noch dazu dessen Entwerfer und sein Werk so gut gekannt hatte, dieser mit der Gründung einer Stiftung in seiner Ehre zu würdigen gedachte.

Herzlichen Dank, lieber Dr. Wolfgang Oppenheimer. Danke für die Kämpfe, die wir zusammen ausgetragen haben. Danke für ihre Hingabe, für ihre humane und kulturelle Sensibilität: ihre Geste bleibt für immer unvergesslich.

Liebe Signora Ursula, liebe Signora Sonja, liebe Signora Elisabeth, ihnen möchte ich unser herzliches Beileid ausdrücken. Wir werden das Werk der Stiftung weiterführen, die ihr geliebter Gatte und Vater ins Leben gerufen hat. Sein Beispiel und seine Lehre werden wir immer in unseren Herzen tragen.